Größter Rückschlag meines Lebens
Giib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Meine Mutter hat meinen Vater verlassen, als ich knapp 3 Jahre alt war. Ich habe meinen Vater mit 21 Jahren kennen lernen dürfen. Ich wusste nicht, dass er gleich in der Nähe wohnt, dass ich Halbgeschwister habe uvm. Seit diesem Erlebnis ist es für mich in Stein gemeißelt: Ich werde alles erdenkliche unternehmen, dass ich immer für meine Familie da bin. Meine zukünftigen Kinder dürfen sowas nicht erleben. Sie müssen in einem liebevollen und respektvollen familiären Umfeld aufwachsen. Aus diesem Grund habe ich:
- Ich habe vor über 10 Jahren damit begonnen meine Selbstständigkeit zu planen, ein Unternehmen aufzubauen, Mitarbeitende einzustellen, welche meine Aufgaben übernehmen, um anschließend so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen zu können. Das hat hervorragend geklappt – die ersten 4 Jahre war ich beinahe Rund-um-die-Uhr bei der Familie -> das hat zu anderen Problemen geführt am Bauernhof und bei KULTEC, aber die eigene Familie geht vor.
- Meine ehem. Lebenspartnerin und ich waren 9 Jahre zusammen (08.03.2009), bevor wir uns für unser erstes Kind entschieden haben. Diese Vorgangsweise würde ich wieder so machen, denn spätestens nach 7 Jahren ist keine Spur von Oxytocin mehr vorhanden. Die Verliebtheit muss durch Liebe ersetzt werden, von einer innigen Partnerschaft, die auf liebevollen und respektvollen Umgang beruht – man muss sich vertrauen können. Weil unsere Partnerschaft nach 9 Jahren sogar auf einem Höhepunkt war, konnten wir uns mit ruhigem Gewissen für Kinder entscheiden.
Für mich ist der Entschluss ein Kind zu bekommen etwas heiliges. Eine Ehe kann geschieden werden, mit einem Kind ist man lebenslang verbunden. Wenn man sich also dazu entschließt ein Kind zu bekommen, dann trägt man auch die Verantwortung immer für die Familie da zu sein – durch gute wie schlechte Zeiten zu gehen.
Am 08.04.2024 wurde ich im wahrsten Sinne des Wortes von meiner Lebenspartnerin rausgeschmissen. Als Vorwand gibt sie an unglücklich zu sein. Sofort, innerhalb eines Tages, musste ich alle Sachen packen, sofort alle Schlüssel abgeben, bei der Gemeinde wurde die Obsorge der Kinder geprüft, über die Behörde wurde der Unterhalt eingefordert, unfassbar …
Außenstehende fragen sich bei dieser Vorgangsweise, warum ich wie ein Verbrecher behandelt werde. Ich verstehe es nicht, ich könnte ihr sowas nie antun, aber ich muss damit leben, ich akzeptiere es, aber, dass ich meine Kinder von 7 Tagen nur noch 1,5 Tage in der Woche sehen darf, das ist lieblos und respektlos. Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Seither weine ich mich jeden Abend in den Schlaf. Aktuell hält mich nur die Relation über Wasser: Ich sitze in keinem Rollstuhl, meine Kinder haben keinen Krebs, wir leben in keinem Kriegsgebiet. 6 Jahre lang habe ich mich durchgehend zu Hause auf meine kleinen Sinnstifter gefreut und jetzt muss ich um Erlaubnis fragen? Ich fiel in ein tiefes Loch. Warum verbietet sie mir die Kinder jeden Tag zumindest kurz zu sehen? Warum verbietet sie mir die Kinder öfter als 1,5 Tage in der Woche zu sehen? Ich könnte ihr sowas nie antun.
Ich suche den Fehler bei mir. Was habe ich falsch gemacht? Ich habe lange reflektiert und mich integren Menschen und Beratern anvertraut mit dem Ergebnis: Es liegt zu 100 % an ihr. Weder die Kinder, ich oder jemand anderer können sie glücklich machen. Sie ist für ihr Glücksempfinden vollkommen selbst verantwortlich. Ich kann nicht mehr machen, als immer für die Familie da zu sein und mich liebevoll und respektvoll zu verhalten.
Bis heute 12.08.2024 weiß ich nicht warum sie mich wirklich rausgeschmissen hat. Seit über 4 Monaten versuche ich eine richtige Antwort zu bekommen, seit 2 Monaten vergeblich ein Treffen mit ihr zu bekommen – es ist extrem belastend. Ich kann einfach nicht glauben, dass sie mich wirklich so lieblos und respektlos behandelt. Die Fakten sprechen leider dafür, aber ich will es einfach nicht glauben. Eine Frau, für die ich mein Leben geopfert hätte … Ich missbillige ihr Verhalten, aber ich akzeptiere es, weil es ist besser für die Kinder, wenn nur ich leide und weil ich die Mutter meiner Kinder mein Leben lang lieben werde.
Am besten werde ich ein Buch darüber schreiben. Das hilft mir einerseits die unerträglichen Schmerzen besser zu verarbeiten und vielleicht hilft es anderen, um erst gar nicht in so eine schreckliche Situation zu kommen.
14.08.2024
Heute hat sie sich Zeit für mich genommen. Als Grund für den Rausschmiss habe ich als Antwort bekommen, dass wir uns auseinandergelebt haben. In meiner Welt ist das nur ein Vorwand, es muss im Hintergrund einen driftigen Grund geben. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich von der Partnerin entferne, dann spreche ich darüber, gehe zur Paartherapie und unternehme alles, dass die Beziehung wieder harmonisch wird – alleine schon den Kindern zu liebe.
Ich klage ihr mein Leid die Kinder so zu vermissen. 1,5 Tage von 7 Tagen sind zu wenig, die Entfremdung zu stark. Meine Vorschläge lehnt sie rigoros ab. Ich appelliere an ihre Vernunft, aber sie beharrt strikt darauf. Ich weiß nicht was dahinter steckt, ich könnte ihr sowas nie antun. Ihr Verhalten stößt bei allen Vertrauten auf Unverständnis, alle sagen einstimmig, dass sie doch froh sein sollte einen Kindsvater zu haben, der sich so hingebungsvoll um die Kinder kümmert. Ich lasse es nicht mehr zu, dass sie so respektlos mit mir umgeht. Entweder sie stimmt zu, dass ich die Kinder öfter sehen darf, oder ich fordere mein Recht ein.






